Hafengebäude benötigt kein Untergeschoss

Der Stadtrat hat die Planung für das neue Hafengebäude angepasst. Auf das ursprünglich vorgesehene Untergeschoss kann verzichtet werden. Alle Bedürfnisse der künftigen Nutzenden lassen sich in einem eingeschossigen Holzbau, der auf einer Betonplattform stehen wird, organisieren. Damit wird das Gebäude einfacher in der Ausführung, ohne dass sich sein Erscheinungsbild wesentlich verändert.

Die Planungen für die Neugestaltung des Hafenareals sind in den vergangenen Monaten weiter vorangeschritten. Die Arbeiten an den Plätzen, Fuss- und Velowegen, der Seewasserfassung für die Stillwasserflächen oder den Werkleitungen sind weitgehend abgeschlossen. Parallel dazu wurde das neue Hafengebäude vertieft bearbeitet. Dabei zeigte sich, dass das vorgesehene Untergeschoss im Verhältnis zu seinem Nutzen einen hohen baulichen und damit auch finanziellen Aufwand verursacht.

Alle Nutzungen finden im Erdgeschoss Platz

Ursprünglich waren im Untergeschoss Teile der Hafeninfrastruktur sowie Nebenräume für den Gastronomiebetrieb vorgesehen. Die Schweizerische Bodensee-Schifffahrt AG und die Stadt Rorschach benötigen diese zusätzlichen Flächen mittlerweile nicht mehr.

Die verbleibenden Nutzungen – Räume für den Hafenmeister, öffentliche Toiletten und der Gastronomiebetrieb – können vollständig in einem eingeschossigen Gebäude untergebracht werden. Weil Treppen und andere Erschliessungsflächen zum Untergeschoss entfallen, steht im Erdgeschoss entsprechend mehr nutzbare Fläche zur Verfügung.

Holzkonstruktion statt Massivbauweise

Der Verzicht auf das Untergeschoss eröffnet auch bei der Bauweise neue Möglichkeiten. Vorgesehen ist weiterhin, eine Betonplattform zu errichten. Der wahrnehmbare eingeschossige Bau darüber soll als Element- und Massivholzkonstruktion ausgeführt werden. Die Form des Gebäudes bleibt dabei erhalten.

Die neue Lösung vereinfacht insbesondere das Bauen an diesem anspruchsvollen Standort zwischen Bodensee und Bahnlinie. Auf verschiedene aufwendige Sicherungsmassnahmen für Baugrube, Hochwasser und Auftrieb kann verzichtet werden. Zudem lässt sich ein Holzbau zu einem grossen Teil vorfertigen. Dadurch verkürzt sich die Bauzeit vor Ort und die Arbeiten sind weniger stark vom Wasserstand des Bodensees und vom Grundwasser abhängig.

Planung wird auf neuer Grundlage abgeschlossen

Der Stadtrat hat gestützt auf diese Ausgangslage beschlossen, auf die Planung und Realisierung des Untergeschosses zu verzichten und das Hafengebäude auf der neuen Grundlage weiterzuentwickeln. Die Baugesuchsunterlagen werden entsprechend fertiggestellt.

Gleichzeitig hat der Stadtrat die Architektur- und als separaten Auftrag die Baurealisationsleistungen vergeben. Für diese beiden Aufträge werden insgesamt 278’000 Franken eingesetzt. Der für das Projekt budgetierte Kredit wird dadurch nicht überschritten.

Mit der angepassten Planung wird das Hafengebäude funktional vereinfacht und die Realisierung an der besonderen Lage am See erleichtert. Die nächsten Planungsschritte können nun auf dieser Grundlage weitergeführt werden.