Stadt baut Unterflurbehälter-Netz weiter aus

Kehricht-Strassensammlungen haben einige Nachteile: Die Abfallsäcke stehen oft viel zu früh am Strassenrand und verunstalten das Stadtbild. Sie ziehen Tiere an, welche an Essbares gelangen wollen und dafür die Säcke aufreissen und den Inhalt grossflächig verstreuen. Vom bereitgestellten Kehricht gehen gerade in der warmen Jahreszeit unangenehme Geruchsemissionen aus.

Regionale Strategie

Die Stadt sieht die Lösung in Unterflurbehältern. Abfall kann hier jederzeit sauber entsorgt werden. Er ist sicher vor Tieren und beeinträchtigt das Stadtbild nicht negativ. Einziger Wermutstropfen: Anwohnende müssen ein paar Schritte gehen, um zum nächsten Unterflurbehälter zu gelangen.

Rorschach ist mit dieser Strategie nicht alleine. Sie orientiert sich im Gegenteil an den Vorgaben der A-Region, welche für die Organisation der Abfall- und Kehrichtentsorgung von 40 angeschlossenen Gemeinden zuständig ist. Danach sollen Unterflurbehälter die Strassensammlungen in den kommenden Jahren grösstenteils ablösen. Nebst den beschriebenen Vorteilen ist ein solches System auch in Bezug auf die Logistik viel effizienter. So finden in Quartieren, welche im Einzugsgebiet eines Unterflurbehälters liegen, bereits heute keine Strassensammlungen mehr statt. Das ist auch der Grund, weshalb die A-Region den Bau mit Beiträgen unterstützt.

Schrittweiser Ausbau

Wichtig ist, dass genügend Unterflurbehälter zur Verfügung stehen, um den anfallenden Abfall auch aufnehmen zu können. Deshalb baut die Stadt das Netz schrittweise aus. In den kommenden Monaten sollen weitere Standorte hinzukommen:

  • Kirchstrasse/Signalstrasse (auf dem Platz vor der alten Kantonalbank): 3 UFB
  • Promenadenstrasse (östlich des Einlenkers Vordere Bergstrasse): 1 UFB
  • Marktplatz (Höhe Marktplatz 7): 1 UFB
  • Kronenstrasse (Höhe Hauptstrasse 87): 1 UFB
  • Waltharistrasse (Höhe Waltharistrasse 13): 1 UFB
  • Badstrasse (westlich des Einlenkers St. Gallerstrasse): 1 UFB


Die Stadt wird die Anwohnenden, welche im Einzugsgebiet eines neuen Unterflurbehälters liegen, rechtzeitig darüber informieren, dass dort keine Strassensammlungen mehr stattfinden.

Schwierige Standortsuche

Die Standorte müssen verschiedene Bedingungen erfüllen. So muss der Boden verfügbar sein (in der Regel öffentlicher Grund). Es sollten im Bereich der notwendigen Grube keine Werkleitungen verlaufen und es braucht Platz für das Kehrichtfahrzeug, welches während der Leerung der Unterflurbehälter den Verkehr nicht übermässig beeinträchtigen darf (keine Durchgangsstrassen).

Wichtig: Auch in Unterflurbehältern darf der Abfall einzig in den offiziellen Gebührensäcken der A-Region entsorgt werden. Wer sich nicht daran hält, macht sich strafbar und muss mit empfindlichen Bussen rechnen.